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Dafür stehe ich

Was mich ausmacht, wofür ich mich einsetzen möchte und wie ich zu konkreten Fragen stehe: Meine Erfahrungen aus Beruf, Politik, Vereinen und meinem persönlichen Umfeld prägen, wie ich an Aufgaben herangehe. Sie haben mich gelehrt, zuzuhören, unterschiedliche Interessen abzuwägen, Verantwortung zu übernehmen und pragmatische Lösungen zu suchen. Hier möchte ich zeigen, was ich mitbringe, welche Ziele mir für unsere Gemeinde wichtig sind und wie ich konkrete aktuelle Themen beurteile.

Das bringe
ich mit

Führung, Verantwortung & Entscheidungsstärke

Als Führungskraft bei Lonza bin ich es gewohnt, Verantwortung für Menschen, Entscheidungen und finanzielle Ergebnisse zu übernehmen. Auch unter Druck setze ich Prioritäten, treffe Entscheidungen und stehe dafür ein. Führung bedeutet für mich, Orientierung zu geben, Verantwortung zu übertragen und Menschen zu befähigen, ihre Stärken einzubringen.

Analytisches Denken & pragmatische Lösungen
Als promovierter Chemieingenieur bin ich es gewohnt, komplexe Zusammenhänge rasch zu erfassen und auf das Wesentliche herunterzubrechen. Beruf und Politik haben mich gelehrt, unterschiedliche Interessen abzuwägen, Kompromisse zu finden und pragmatisch die sinnvollste Lösung zu suchen.

Engagement & Verwurzelung
Die Vereine waren mein Schlüssel zur Integration und haben mir Menschen, Traditionen und das gesellschaftliche Leben nähergebracht. Seit vielen Jahren engagiere ich mich in Vereinen und für unsere Gesellschaft – um anzupacken, Verantwortung zu übernehmen und der Gemeinschaft etwas zurückzugeben.

Soziale Kompetenz & Offenheit

Ich höre zu, nehme unterschiedliche Perspektiven ernst und kann Menschen motivieren, gemeinsam etwas zu erreichen. Als Sohn von Lonza-Migranten weiss ich aus eigener Erfahrung, wie wichtig Offenheit, Zugehörigkeit und faire Chancen sind.

Verbundenheit & Brückenbau
Ich bin in Visp aufgewachsen und lebe heute mit meiner Familie in Eggerberg. Diese unterschiedlichen Perspektiven möchte ich nutzen, um die Identität und Stärken unserer Ortschaften zu bewahren und gleichzeitig dort gemeinsam voranzugehen, wo wir zusammen stärker sind.

Nachhaltigkeit & Weitsicht

Nachhaltigkeit bedeutet für mich, bei heutigen Entscheidungen auch an morgen zu denken – gesellschaftlich, wirtschaftlich, finanziell und ökologisch. Als junger Familienvater möchte ich der nächsten Generation eine lebenswerte Gemeinde mit gesunden Finanzen, guten Perspektiven und einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen hinterlassen.

Dafür setzte
ich mich ein

Erfolgreiche Fusion

Die Fusion ist eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre. Sie ist dann erfolgreich, wenn die Bevölkerung im Alltag möglichst wenig von der Umstellung spürt, die Dienstleistungen funktionieren und die Vorteile der neuen Gemeinde sichtbar werden. Dabei sollen die Identität und die Stärken unserer Ortschaften erhalten bleiben.

Effiziente Gemeinde

Die Gemeinde soll sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und diese zuverlässig, effizient und möglichst unbürokratisch erfüllen. Dabei braucht es keine grundlegende Neuausrichtung, sondern gezielte Kurskorrekturen dort, wo sie einen Mehrwert schaffen. Vieles funktioniert bereits gut – darauf gilt es aufzubauen.

Nachhaltige Investitionen

Investitionen sollen langfristig einen Mehrwert schaffen. Nachhaltigkeit ist dabei mehr als Ökologie: Investitionen müssen finanziell tragbar, wirtschaftlich sinnvoll und gesellschaftlich wertvoll sein. So schaffen wir heute Grundlagen, von denen auch kommende Generationen profitieren.

Entwicklung mit Weitsicht

Visp hat sich stark entwickelt, und diese Entwicklung wird weitergehen. Statt Wachstum zu verhindern, gilt es, dieses mit Weitsicht zu gestalten, im Zusammenspiel von Industrie, Gewerbe, Behörden und Bevölkerung. Dabei ist wichtig, dass die Menschen und KMU, die schon lange hier zu Hause sind, sich von dieser Entwicklung nicht übergangen fühlen, sondern mitgenommen werden und ebenfalls davon profitieren.

Lebenswerte Gemeinde

Visp soll nicht nur ein starker Arbeits- und Wirtschaftsstandort sein, sondern vor allem ein Ort, an dem man gerne lebt. Dazu gehören attraktive Wohn- und Begegnungsräume, ein vielfältiges Freizeit-, Kultur- und Vereinsleben sowie gute Rahmenbedingungen für Familien, Junge und ältere Menschen.

Stärkung von Engagement

Unsere Gemeinde lebt von Menschen, die Initiative zeigen und sich in Vereinen oder auf andere Weise für die Gemeinschaft engagieren. Wer etwas bewegen und zum gesellschaftlichen Leben beitragen will, soll unterstützt und nicht durch unnötige Hürden ausgebremst werden.

Aktuelle
Themen

Steuern
Eine Senkung des Steuerkoeffizienten von 1.1 auf 1.0 ist für mich in Ordnung. Visp kann sich diesen Schritt leisten, und die Bevölkerung scheint eine steuerliche Entlastung zu wünschen.

Gleichzeitig profitieren die Bewohner von Eggerberg und Baltschieder durch die Fusion bereits von tieferen Steuern. Hinzu kommen demnächst wegfallende Steuereinnahmen auf Produktionsanlagen sowie die noch nicht vollständig absehbaren finanziellen Auswirkungen der Fusion. Eine weitere Steuersenkung reduziert den finanziellen Spielraum zusätzlich. Entsprechend werden Prioritäten gesetzt und Einsparungen bei Dienstleistungen, Investitionen oder Unterstützungsbeiträgen geprüft werden müssen.

Generalrat
Ich habe keine Berührungsängste mit einem Generalrat, würde dessen Einführung aber nicht aktiv vorantreiben. Persönlich habe ich den Eindruck, dass die Bevölkerung an der Urversammlung hängt.

Das Thema wurde bereits im Verfassungsrat intensiv diskutiert. Im Oberwallis hat man sich dabei stets gegen einen Zwang ausgesprochen, und zurzeit kennt keine Oberwalliser Gemeinde einen Generalrat. Wer einen Generalrat wünscht, kann einen entsprechenden Vorstoss einbringen. Entscheiden soll letztlich die Bevölkerung. Ich persönlich glaube jedoch nicht, dass eine Einführung zum jetzigen Zeitpunkt mehrheitsfähig wäre.

Mobilität

Mit der Eröffnung der Autobahn entsteht für Visp eine neue Ausgangslage. Sie bietet die Chance, beispielsweise entlang der Kantonsstrasse mehr Raum für Langsamverkehr, Fussgänger, Begrünung und Lebensqualität zu schaffen. Tiefere Geschwindigkeiten können dabei helfen, Flächen neu zu verteilen.

Ein ähnlicher Ansatz wird für die Lonza Avenue geprüft. Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Phase. Bei der weiteren Planung müssen die Bedürfnisse und Sorgen der Anwohner sowie der Ortschaften jenseits der Rhone angemessen berücksichtigt werden.

Die einjährige Testphase zur Sperrung des Brückenwegs halte ich für sinnvoll. Sie wird zeigen, wie die Bevölkerung die Veränderung beurteilt. Auch die autofreie Bahnhofstrasse war einmal eine grosse Veränderung – heute möchte wohl kaum jemand zu früher zurück.

Mit der Fusion entstehen zudem neue Herausforderungen bei der Verbindung unserer Ortschaften. Ob ein Ortsbus das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bietet, ist für mich fraglich. Deshalb sollen auch neue Ansätze erprobt werden. Ein von mir angestossenes Pilotprojekt für Fahrgemeinschaften soll demnächst starten.

Sägematte

Die Bevölkerung hat das Projekt Sägematte mit der vorgesehenen Investitionssumme klar abgelehnt. Diesen Entscheid gilt es zu respektieren.

Für mich hat der homologierte Quartierplan dennoch wesentliche Qualitäten: Er berücksichtigt die Vorgaben des ISOS, schafft eine Freifläche zum Dorf hin und verlegt die Parkplätze in den Untergrund. Eine Neuplanung ist möglich, wäre aber zeitintensiv. Ich bin nicht überzeugt, dass damit innerhalb des Perimeters eine wesentlich bessere Lösung erreicht würde.

Deshalb sehe ich den Weg in einer Redimensionierung mit klarem Fokus auf Kosten und Wirtschaftlichkeit. Das Parkhaus bleibt für mich zentral: Unterirdische Parkplätze beanspruchen keine wertvolle Fläche an der Oberfläche. Zudem steht beim bestehenden Parkhaus eine kostspielige Sanierung an, bei der voraussichtlich Parkplätze verloren gehen würden. Eine weitere Reduktion sehe ich an dieser Schlüsselstelle kritisch.

Die Kita würde ich aus dem Projekt herauslösen. Durch die Fusion ergeben sich neue Liegenschaften und Möglichkeiten für dezentralere Lösungen in den Ortschaften. Gleichzeitig sollten die bestehenden Angebote besser aufeinander abgestimmt werden.

Auch weitere Investitionen und Sanierungen, etwa beim La Poste, stehen an. Deshalb müssen Kosten, Alternativen und Konsequenzen transparent aufgezeigt und klare Prioritäten gesetzt werden. Visp darf und muss sich weiterentwickeln – aber mit Augenmass und finanziell tragbar.

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©2024 Matteo Abächerli

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